Gerhard Schammelt

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Gerhard Schammelt (* 21. Mai 1923 in Leipzig;
† 28. März 1993 in Bremen) war einer der bekanntesten Produkt-Fotografen der 1970er-Jahre.

Über seinen Werdegang ist nur wenig bekannt. Der Sohn eines Reichsbahnbeamten machte wahrscheinlich eine Lehre, bevor er 1941 zur Wehrmacht kam. Eingesetzt wurde Schammelt in Afrika und Rußland. 1948 kam er aus der Kriegsgefangenschaft frei und studierte Maschinenbau. Seine Karriere begann mit einer Zeitungsanzeige: “Junger Mann gesucht, der sich zutraut, Lokalreporter zu werden”. Schammelt traute sich das zu und er lernte bei einer Zeitung in Bad Oeynhausen das Handwerk, wobei ihm wohl die Fotografie wesentlich mehr zusagte als das Schreiben.

Kurz darauf erhielt er die Stelle als Werksfotograf des Automobilherstellers Lloyd in Bremen (Der vorherige Lloyd-Fotograf Karl-Heinz Witte übernahm den Posten für Goliath). Nach dem Konkurs der Borgward-Gruppe fotografierte der Wahlbremer weiterhin Autos (Mercedes Unimog, VW), aber auch Produkte der Industrie. Seine Motive reichten vom Großtanker (AG Weser), über die Echte Kroatzbeere bis hin zu Zigaretten-Verpackungen (Winston). Aufgrund seines Könnens, insbesondere im Farbbereich,  schuf er Werbefotos, die seinem Motto (“Meine Fotos sollen verkaufen!”) entsprachen. Obwohl vielbeschäftigter Fotograf konzentrierte er sich später auf das Filmen. Dazu baute er sein über 140 m² großes Atelier um und produzierte Dokumentarfilme, ebenfalls im Auftrag bedeutender Unternehmen.

Schammelt starb 1993 in Bremen. Sein Archiv mit sämtlichen Nutzungsrechten konnte der Bremer Verleger Peter Kurze erwerben.

Foto 1: Gerhard Schammelt mit seiner Linhof-Kamera.

Foto 2: Ganz klar! Ein Lloyd wird von den Reichen und Schölnen gefahren (Foto 1958).

Foto 3: Nachtaufnahme einer Lloyd Arabella 1959.